Schloss & Umgebung

DAS SCHLOSS FREIENWALDE

Schloss Freienwalde wurde auf Initiative der preußischen Königin Friederike Luise im Auftrag Friedrich Wilhelms III. durch den Geheimen Oberbaurat David Gilly auf einem zum Landschaftspark umgestalteten ehemaligen Weinberg geplant und 1799 fertig gestellt. Das im Stil des Klassizismus errichtete Gebäude ist eng mit dem preußischen Politiker Walther Rathenau verknüpft, der das Schloss 1909 aus dem preußischen Staatsbesitz erwarb. Die Erben Rathenaus schenkten das Areal mit Schloss, Tee- und Gärtnerhaus 1926 dem damaligen Landkreis Oberbarnim mit der Auflage, an diesem Ort das geistige Erbe und Andenken Rathenaus zu bewahren. Nach zwischenzeitlicher Nutzung als Puschkin-Haus wurde es nach der politischen Wende 1989/90 durch die Kultur GmbH des Landkreises Märkisch-Oderland mit einer Ausstellung zur Geschichte des Hauses und einer Rathenau Gedenkstätte im Obergeschoss als öffentliches Gebäude genutzt. 2016 wurde die Kultur GmbH aufgelöst und der Kulturbetrieb ab 2017 eingestellt.

Das Grundstück wird maßgeblich durch das Gebäudeensemble aus Schloss, Gärtnerhaus und Teepavillon geprägt.

Sehr zu empfehlen ist ein Spaziergang im Schlosspark, welcher fast vollständig bewaldet und von verschiedenen Höhenlagen durchzogen ist. Wer den höchsten Berg im Schlosspark erklimmt, wird mit einem herrlichen Blick belohnt: auf das von Bäumen umspielte Schlösschen, die dahinterliegende Stadt und das Oderbruch machen den Ausblick perfekt.

Weitere Informationen: www.schloss-freienwalde.de/index.php?path=content/garten.htm

Im Obergeschoss des Schlosses befindet sich eine Ausstellung des Schriftstellers Walther Rathenau. Wer diese besuchen möchte findet alle Informationen unter www.schloss-freienwalde.de/index.php?path=content/rathenau.htm

 

DIE UMGEBUNG

Bad Freienwalde liegt im Oderbruch, einer Landschaft im Osten Brandenburgs, welche sich entlang des Flusses Oder in Nord-Süd-Ausrichtung an der Grenze zu Polen erstreckt.

Der Bruch der Oder kommt vom mittelhochdeutschen bruoch und bedeutet ‚Sumpf‘, ‚Moor‘. Das Oderbruch ist eine prägnante Niederung und mit ca. 60 km Länge sowie 12 – 20 km Breite der größte eingedeichte Flusspolder Deutschlands.

Sein heutiges Erscheinungsbild als moderne und offene Agrarlandschaft wurde maßgeblich durch die preußische Trockenlegung (1747-1753) und die anschließende Kolonisation geprägt. Diese Herkunftsvielfalt durch Einwanderung ist wohl ein Grund für die Offenheit und Freundlichkeit der Menschen hier. Das Oderbruch hat durch seine landschaftliche Eigenart seinen besonderen Reiz. Die überwiegend landwirtschaftlich genutzte flache Landschaft bietet einen weiten unverbauten Blick und lässt Raum für kreative Gedanken weit ab der engen urbanen Räume.

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